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Wenn die akademische Qualifikationsarbeit abgeschlossen ist, setzt bei
vielen Promovierenden Ratlosigkeit ein: Sie müssen ihre Arbeit
veröffentlichen, wissen aber in den seltensten Fällen, wie
sie es anstellen sollen. Verlagskontakte sind selten vorhanden, und
die Erfahrung guter Freunde ist oft nur bedingt hilfreich, weil die
in Frage stehenden Arbeiten sich thematisch doch zu stark unterscheiden,
weil jemand einen Kontakt nutzen konnte, der einem selbst nicht zur
Verfügung steht, oder weil die eigenen finanziellen Mittel nicht
ausreichen etc.

Es ist aber Zeit- und Kraftverschwendung, die Dissertation gleichzeitig
an 30 Verlage zu verschicken und zu hoffen, das richtige Haus werde
nicht nur dabei sein, sondern das Manuskript auch als das richtige erkennen.
Eine Veröffentlichung kann man planen und sollte es.

Wer eine wissenschaftliche Arbeit veröffentlichen will, hat drei
Komponenten zu berücksichtigen, die es aufeinander abzustimmen
gilt: den Kontext, in dem die Arbeit entstanden ist und in dem sie rezipiert
werden wird, die Verlage mit ihren Programmen, ihrem Publikum und ihren
Anforderungen und schließlich die praktischen Schritte von der
Fertigstellung der wissenschaftlichen Arbeit bis zum ausgelieferten
Buch.

Diese drei Komponenten ergeben zusammen eine jeweils ganz individuelle
Aufgabenstellung, auf die es keine vorgefertigten Antworten geben kann.
Deshalb besteht das Ziel des Workshops nicht darin, den Königsweg
zur Publikation zu zeigen den gibt es nämlich nicht. Es
geht vielmehr darum, selbst die Kenntnisse und Fertigkeiten zu erwerben,
um den richtigen Verlag zu den richtigen Konditionen zu finden und mit
ihm dann auch erfolgreich zusammenzuarbeiten.
Das Programm Seminargestaltung
Martin Eberhardt
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